Wir (meine Tochter – damals 6 – und ich) wollten mit der Niederhornbahn auf den Berg gefahren. Wie immer leicht unvorbereitet. Dabei hatten wir etwas zu Essen, Tee und Wasser. Wanderschuhe an und mal sehen. Es sollte aber ein schöner warmer Sommertag werden und auf dem Gipfel gab es ein Restaurant. Die Fahrt nach oben war teuer, aber super. Erst mit einer Bahn, dann Umstieg in Gondeln.

Oben angekommen waren wir erst einmal enttäuscht. Alles voller Touristen, das Restaurant brechend voll und an allen schönen Stellen standen Leute um Fotos zu machen.

Um dem Touristenstrom zu entfliehen, schnappte ich mir meine Tochter und wanderte los. Der Wanderweg war ausgezeichnet. Was sollte passieren. Direkt hinter der ersten Ecke waren kaum noch Menschen unterwegs? Waren wir falsch abgebogen? Wir liefen weiter. Nach einer halben Stunde wähnten wir uns am Ende des Weges. Mein Tochter zeigte erste Ermüdungserscheinungen, doch ich wollte noch ein wenig weiter.

Komm, noch um die Ecke und dann drehen wir um…

Im Wechsel überholten wir ein schweizer Paar, bzw. wurden bei Pausen wieder überholt. Der Weg wurde steiniger. Als wir wieder aufschlossen stand das Paar mit einem Fernglas da und war ganz still. Ich fragte leise nach, was es denn geben würde. Wilde Steinböcke. Ich traute meinen Augen kaum. Wir liefen vorsichtig weiter. Ecke um Ecke. Die Zeit verging plötzlich wie im Flug. Wir waren da bereits 2 Stunden unterwegs. Die Strecke wurde immer steiniger und teilweise auch recht steil. Kaum noch Menschen. Immer beobachtet von wechselnden Steinböcken. Mal alte Tiere, mal Babys.

Nach über 2 Stunden erreichten wir eine Stelle mit Tor. Dies zeigte an, dass es nun zu anspruchsvoll für uns werden würde. Ich machte ein Foto und wir drehten um.

Immer wieder trug ich mein Tochter ein Stück. Wir waren allein auf weiter Flur. Umgeben von einer wahnsinnigen Aussicht, wilden Tieren und absoluter Ruhe. Ich bestach meine Tochter mit dem Versprechen ihr am Ende der Wanderung eine Fanta zu spendieren. So schafften wie den Rückweg und waren nach ca. 6 Stunden zurück.

Es war ein einzigartiges Erlebnis. Wilde Tiere in dieser Menge und Ruhe zu erleben ist ein wunderbares Erlebnis von dem meine Tochter auch heute noch erzählt.

Fazit: Die Fahrt nach oben ist teuer. Sucht Euch ein Tag mit guter Sicht aus. Es gibt Webcams und an der Talstation kann Euch ein Livemonitor das Wetter oben zeigen. Lasst die Touristenstelle an der Bergstation schnell hinter Euch. Feste Schuhe sind wichtig. Auch für einen Wetterumschwung solltet Ihr gerüstet sein. Es gibt nach dem Restaurant nichts mehr ausser Natur. Wenn Ihr das Glück habt, die Steinböcke zu sehen, wird es eine toller Tag. Für mich war es eins der schönsten Erlebnisse ever!

Niederhornbahn AG
Sahli 66A
3803 Beatenberg
Schweiz
INFOTELEFON
+41 (0)33 841 14 20

https://www.niederhorn.ch/de/

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